AustralienReiseberichte

Hervey Bay – Fraser Island – Tin Can Bay: Delfine, Wale und weiße Sandstrände

Nächster Stopp: Hervey Bay

Nachdem wir die spannende Tour durch die Rumfabrik in Bundaberg beendet haben, geht es wieder in den Camper. Der starke Regen der letzten Tage ist vorbei und heute kommt sogar wieder die Sonne raus ☀. Nächstes Ziel: Hervey Bay. Wir fahren mit unserem Camper nicht einmal mehr zwei Stunden dort hin. Alle Straßen sind wieder offen, jedoch sehen wir noch Teile der Überflutungen. Felder sowie sehr viele Straßengräben stehen noch komplett Unterwasser 🌊.

Im Gegensatz zu anderen Orten gibt es in Hervey Bay zahlreiche Campingangebote. Der Ort besitzt über 12 Campingplätze. Durch das große Angebot liegen hier auch die Preise nicht so hoch. In unserer App Wikicamps vergleichen wir während der Anfahrt die Möglichkeiten für Übernachtungen und finden direkt am Meer einen schönen Platz für nur 10 Euro pro Nacht für den Camper. In anderen Orten mussten wir sogar schonmal das Doppelte bezahlen.

Also checken wir schnell ein und parken unseren Camper. Dann geht’s zu Fuß in die Stadt. Für morgen ist Sonnenschein angesagt und wir wollen gern eine Tour nach Fraser Island buchen. Dies ist eine Insel mit einem breiten langen Sandstrand sowie einen kristallklaren See und weiteren Highlights. Doch leider haben wir Pech. Wir haben bei allen Anbietern nachgefragt. Für morgen sind alle Touren von allen Anbietern ausgebucht. Einzig ein Angebot ist frei: Wir können mit einem kleinen Flugzeug auf die Insel fliegen 🛫. Dieses nutzt den Sandstrand direkt als Landebahn. Von dort würde es weiter in einen 4WD Offroad Fahrzeug gehen. Diesen müssen wir aber dann selber fahren. Jedoch ist durch den Flug das Angebot bei 200 Euro pro Person etwas zu teuer für uns, auch wenn ein Glas Champagner inklusive ist 😉. Für einen Tag später sind alle Touren wieder verfügbar. Aber leider ist da schon wieder sehr viel Regen angesagt. Auch die anderen Touren sind mit 110 Euro für Backpacker nicht gerade günstig. Wenn wir schon soviel bezahlen, wollen wir wenigstens etwas Sonne haben. Im Regen macht uns so etwas kein Spaß.

Wir überlegen, was wir sonst so morgen in Hervey Bay unternehmen können und recherchieren etwas im Internet und vergleichen viele Werbeflyer. Dabei stoßen wir auf zahlreiche Angebote für Touren zu Walen, welche sich hier in der Bucht noch aufhalten sollen. Wir befinden uns gerade am Ende der Walsaison. Da wir bisher noch keine der riesigen Meeresbewohner gesehen haben, entscheiden wir uns, eine Walbeobachtungstour für stolze 75 Euro pro Person zu buchen 🐋.

Jetzt haben wir endlich ein Programm für morgen. Nachdem die Planung abgeschlossen ist, spazieren ein Stück durch die Stadt. Dort erreichen wir den Urangan Pier. Auf dem 980 Meter langen Steg laufen wir ein Stück auf das Meer hinaus. Dabei strahlt die Sonne und am Geländer sitzen riesige Pelikane, welche uns beobachten. Vom Steg hat man auch einen wunderbaren Blick auf die Hervey Bay. Das Wasser ist auch ganz flach. Wir sind zwar nun fast ein Kilometer weit gelaufen, aber die Wassertiefe liegt vielleicht bei rund einen Meter. Man kann also darinstehen. Immer wieder auf den Weg zum Ende des Steges sehen wir Sandbänke, wo viele Vögel sich darauf entspannen und sicherlich auf den ein oder anderen Fisch warten 🐟.

Dann geht’s zurück zum Campingplatz. Dort grillen wir abends noch das Rumpsteak, welches uns damals in Airlie Beach von anderen Backpackern geschenkt wurde. Es schmeckt richtig gut ♨️. Dabei treffen wir in der Campingküche noch zwei Schweizer. Beide haben die Fraser Island Tour mit dem Flugzeug gebucht.  Wir sind gespannt, was sie davon berichten werden 😊. Dann geht’s aber ab in den Camper, denn morgen geht es bereits wieder 8 Uhr am Hafen los.

Wale in der Hervey Bay

Frühstück gibt’s bei uns heute schon sehr zeitig 🍽️. Wir werden bereits 7 Uhr von einem kleinen Bus abgeholt und zum Hafen gebracht. Dort wartet schon unser großes Boot auf uns. Wir sind heute ca. 35 Personen. Normalerweise passen bis zu 70 Gäste auf das Boot. So haben wir Glück, dass es nicht ganz so voll ist 🚤.

Dann geht’s los mit dem Boot quer durch die Bucht und vorbei an Fraser Island 🏝️. Das Wasser ist heute ruhig und es gibt fast keine Wellen. Nach gut einer Stunde Fahrzeit erreichen wir die Region, wo die Walbeobachtung beginnt 🔭.

Hier befinden sich die Buckelwale. Sie kommen von der Antarktis und sind auf den Weg in die wärmeren Gewässer der Whitsunday Islands. In der Hervey Bay legen sie einen Zwischenstopp für die Geburt und Aufzucht ihrer Jungen ein. So soll es hier einer der besten Orte zur Walbeobachtung auf der ganzen Welt sein 🐋. Wir sind gespannt und haben hohe Erwartungen.

Dann Stopp das Boot. Der Kapitän hat den ersten Wal gesichtet. Hierbei handelt es sich um ein Mutterwal mit Babys. Wir sehen sie in einer Entfernung von ca. 100 Meter. Sie sind also nicht ganz so nah am Boot, wie wir uns das vorgestellt haben. Sie tauchen immer wieder unter und kommen dann kurz an die Wasseroberfläche, wo man ihre großen Schwanzflossen aus dem Wasser ragen sieht 📷.

Weiter geht’s durch die Bucht. Und auch der nächste Wal ist in Sicht. Er schwimmt in einer größeren Entfernung um das Boot herum. Die Wale hier sind recht neugierig. Wenn man Glück hat kommen sie sogar ganz nah zum Boot. Dieses Glück scheinen wir heute nicht zu haben. Wir brauchen schon ein gutes Zoomobjektiv um die Tiere zu beobachten 🕶️. Schade.

An Board haben wir auch ein Unterwassermikrofon. Wale sind nicht nur hervorragende Schwimmer, sondern auch begabte Sänger 🎤. Leider hören wir nicht so viel durch die Lautsprecher. Der Wal ist einfach zu weit vom Boot entfernt.  Der Kapitän holt das Mikrofon wieder aus dem Wasser und weiter geht die Fahrt durch die Bucht.

Vor uns sehen wir drei weitere Wale im Wasser liegen. Sie sind recht faul. Sie treiben einfach nur an der Oberfläche.  Der Bootsführer erklärt uns, dass dies am Wetter liegt. Wenn die See ruhig ist und die Sonne strahlt, sind die meisten Wale eher träge. So sehen wir heute leider keinen einzigen Wal durch das Wasser springen 🐋. Wir stoppen zwar hier das Boot und Mittagessen wird serviert. Aber während der ganzen Mittagspause bewegt sich keiner der drei Wale. Sie liegen einfach nur rum und treiben durch das Meer.

Auf Nachfrage erklärt uns der Kapitän, dass vor allem die Jungtiere viel mit den Booten und Menschen agieren und durch die Luft aus dem Wasser springen 🚤.

Dies passiert aber meist in den Monaten Juli/August. Dies hatte uns natürlich vor der Buchung keiner erklärt. So wurden die hohen Erwartungen an die Walbeobachtungen nicht ganz erfüllt. Auf der weiteren Bootstour treffen wir zwar auf weitere Wale, jedoch treiben alle nur im Wasser oder man sieht sie nur kurz die Schwanzflosse aus dem Wasser strecken 🐋.

Dann geht’s wieder zurück zum Hafen. Wir haben zwar heute viele große Wale und sogar mehrere Mütter mit Babywalen gesehen, aber leider war keiner davon verspielt oder besonders aktiv. Aber es liegen ja noch viele weitere Ziele auf unserer Reise vor uns. Vielleicht haben wir an einen anderen Ort oder Kontinent mehr Glück. Eine Walbeobachtung bleibt also weiter auf unserer ToDo Liste 😊.

Den restlichen Tag fahren wir ein wenig durch die Stadt und erledigen Einkäufe. Dabei finden wir auch eine Filiale der Pizzakette Dominos. Hier werden große Pizzas für bereits 3,25 Euro angeboten. Dies ist erstaunlich günstig. Für den Preis bekommen wir sonst nur einen Salat im Supermarkt. Also gibt es heute zum Abendessen Pizza 🍕. Wir lassen es uns auf dem Campingplatz schmecken. Auch die Schweizer sind von ihrer Fraser Island Tour zurück. Sie sind begeistert. Nur das selbstständige Fahren auf der Insel scheint wohl eine Herausforderung zu sein. So konnten sie nicht so schnell wie die Gruppentouren fahren. Die Wege sind alle unbefestigt und sandig und gehen quer durch den Dschungel. Da ist die Gefahr eines Unfalls recht groß. So konnten sie nur einen Teil der Insel erkunden. Aber über diesen Teil berichten die Schweizer nur positiv 👍. Na, vielleicht ergibt sich noch eine Gelegenheit für uns auch Fraser Island zu besuchen.

Besuch von Mary Poppins in Maryborough

Als wir am nächsten Morgen aufwachen ist der Himmel bewölkt. Leider stimmt wohl der Wetterbericht 🌩️. So entscheiden wir uns Hervey Bay zu verlassen. Nächster Stopp ist der kleine Ort Maryborough. Vielleicht kommt der Name des Ortes euch bekannt vor? Es ist der Geburtsort von P. L. Travers, der Autorin von Mary Poppins.

Als wir Maryborough erreichen, beginnt es zu regnen. Dennoch setzen wir unsere Tour durch den Ort fort. Im Stadtzentrum gibt es viele historische koloniale Gebäude.  Wir kommen vorbei am alten Rathaus und Post Office sowie dem Royal Hotel und der hübschen katholischen Kirche.

Wir parken dort, steigen aus unseren Camper aus und marschieren mit Regenschirm ein Stück durch die Altstadt 🌂. Zwischen den historischen Gebäuden finden wir die Mary Poppins Statue. Sie hat auch ihren berühmten Schirm in der Hand. So können wir ein perfektes Foto mit Mary Poppins und den Regenschirmen machen 📷. Direkt daneben findet sich auch eine Kreuzung mit einer Ampel. Hier gibt es auch wie in einigen Ecken von Deutschland ein Ampelmännchen bzw. besser gesagt eine Ampelfrau 😊. Egal ob die Ampel grün oder rot leuchtet. Immer begrüßt uns Mary Poppins mit Regenschirm ☂️.

Da es leider nicht aufhört mit Regen suchen wir uns ein Café. Wir finden ein süßes kleines Café mit dem Namen „A Spoonful of Sugar“. Wenn ihr den Film von Mary Poppins kennt, ist euch sicherlich auch das Lied „Ein Löffelchen voll Zucker“ bekannt. Das Café ist dekoriert mit zahlreichen Bildern von Mary Poppins und ihrer Autorin. Wir bestellen uns einen Kaffee und Cappuccino ☕️. Selbst die Getränke werden hier mit Liebe zubereitet. So haben ich auf dem weißen Schaum einen aus Schokopulver gestalteten Regenschirm von Mary Poppins 😊.

Übrigens, gibt es auch einen Film mit den Namen „Saving Mr. Banks“. Hier spielt sogar Tom Hanks mit. Im Film geht es um die Filmrechtverhandlungen an Mary Poppins mit der Autorin und Walt Disney. Am Anfang sind im Film auch Szenen von dem Wohnort von P. L. Travers zu sehen 📹.

Nachdem wir dann den Kaffee genüsslich ausgetrunken haben, machen wir uns wieder mit dem Camper auf den Weg 🚐. Der heutige Tag bleibt weiterhin regnerisch. Gut, dass wir Hervey Bay verlassen haben und heute keine Fraser Island Tour gebucht haben. Dann hätten wir uns nur geärgert. Weiter geht es in die eine Stunde entfernte Tin Can Bay. Auf den Weg dorthin sehen wir sogar zwei Kängurus am Straßenrand sitzen 😊. In der Tin Can Bay angekommen, finden wir einen günstigen Campingplatz, welcher Ausgangspunkt für die nächsten Touren in der Umgebung für uns sein wird.

Wir wählen uns ins WLAN des Campingplatzes ein und prüfenden Wetterbericht für Morgen. Es gibt nur eine 45% Regenwahrscheinlichkeit. Wir überlegen lange, doch dann entscheiden wir uns eine Fraser Island Tour ab dem Rainbow Beach zu buchen 💵. Dieser ist nur 30 Minuten von hier entfernt. Zur Überraschung ist der Preis hier sogar günstiger für eine solche Tour als von Hervey Bay. Den restlichen Tagen verbringen wir in der Campingküche mit Foto- und Videobearbeitung, da es einfach nicht aufhören will zu regnen. Na, hoffentlich wird morgen das Wetter anders.

Fraser Island & Rainbow Beach

Wir müssen heute zeitig los. Es ist 5.30 Uhr. Der Wecker klingelt ⏰. Wir ziehen langsam unsere Vorhänge des Campers auf und blicken Richtung Himmel. Und voller Freude erblicken wir die Sonne und den blauen Himmel ☀. Wir sehen keine einzige große Wolke. Perfekt! Mit guter Laune und solchen Wetter lässt es sich gleich viel schneller aufstehen. Noch schnell frühstücken und ab geht’s zum Rainbow Beach. Hier startet 7 Uhr unsere Tour nach Fraser Island.

Wir haben noch etwas Zeit als wir ankommen. So spazieren ein wenig am „Regenbogen Strand“ entlang. Hier ist es auch ganz schön. Aber leider gibt es hier nur ein Campingplatz für Nicht-Offroad Fahrzeuge und dieser ist echt teuer.

Übrigens ist der Rainbow Beach auf für den Wolf Rock bekannt. Schon mal von ihm gehört? Dies ist einer der wenigen Tauchspots um mit 20- 50 ausgewachsenen grauen Ammenhaien gleichzeitig zu tauchen 🦈. Ein besonderer Adrenalin Kick😉. Denn hier wird ganz normal ohne Käfig getaucht. Leider befindet sich der Tauchspot auf 30 Meter Tiefe. Unser Open Water Brevet erlaubt uns solche tiefen Tauchgänge nicht. Es wird echt Zeit für uns einen erweiterten Tauchschein abzulegen. Doch in Australien ist dies zu teuer für uns. Aber wenn ihr Taucher seid, solltet ihr diesen Spot nicht auslassen. Es ist bestimmt ein unvergessliches Erlebnis. Der Tauchgang ist auch sicher. Er findet tagsüber zwischen 6-18 Uhr statt. In den anderen Zeiten herrscht striktes Tauchverbot, da dann die Haie auf Nahrungssuche gehen 🐟. Da sollte man lieber nicht gleichzeitig im Wasser sein. Nicht, dass ausversehen der Hai den Taucher mit Nahrung verwechselt 😋. Aber keine Angst, es gab bisher keine Zwischenfälle.

So genug von den Haien berichtet. Es ist 7 Uhr. Wir stehen am Parkplatz am Rainbow Beach und warten auf unsere Abholung. Wenige Minuten später kommt ein großer Offroad Truck, welcher Platz für maximal 20 Personen bietet 🚛. Das ist super. Andere Tourenanbieter, wie z.B. von Hervey Bay, nehmen nämlich viel mehr Gäste mit und haben größere Fahrzeuge. So geht es mit einer recht kleinen Gruppe im Geländetruck zur äußersten Spitze des Rainbow Beachs. Die Luft wird aus den Reifen reduziert und wir fahren über den Strand zu einer kleinen Fähre, welche uns nach Fraser Island bringt ⛴️.

Manchen von euch ist Fraser Island sicherlich bereits ein Begriff. Für uns war die Insel bis vor kurzem unbekannt. Bei der Recherche nach Zielen an der Ostküste sind wir auf dieses Highlight gestoßen. Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt und UNESCO Kulturerbe 🏝️. Wir nehmen euch mit zu den Höhepunkten dieser Insel, welche wir heute mit dem Offroad Truck erkunden.

Die Fähre legt an einen schmalen Strandabschnitt an, im Hintergrund bereits dichter Dschungel. Es ist früh am Morgen und aktuell herrscht Flut. So manövriert unserer Fahrer den Truck über den schmalen Sandabschnitt quer durchs leichte Wasser in den Dschungel. Es gibt hier keine Straßen. Alle Wege sind hüglige Sandpisten. Mit vollen Tempo heizen wir quer durch den Dschungel. Wir werden richtig durchgeschüttelt. Dann stoppen wir mitten im Dschungel. Dort starten wir eine kleine Wanderung durch den dichten Waldabschnitt 🌳. Wir kommen an zahlreichen hohen und vor allem breiten Bäumen vorbei. Unser Guide meint, dass dies ein Paradies für „Treehugger“ sei, Personen die gerne große Bäume umarmen 😉. Da doch in jeden ein kleiner Treehugger steckt, dürfen wir alle einmal die riesigen Bäume umarmen. Wir brauchen schon 3-4 Personen um den Baum einmal komplett zu umschließen. So groß sind hier die riesigen Bäume 🌳. Es fühlt sich an, als ob wir im dichten Urwald sind. Es ist wunderschön hier. Nach der kleinen Wanderung gibt es Kekse und Tee zur Stärkung. Dann geht’s weiter die Sandpiste entlang zum eigentlichen Highlight von Fraser Island – dem Lake McKenzie 🏖️.

Der Grundwassersee begrüßt uns mit seinem weißen Sand und tiefblauen Wasser. Wir ziehen schnell Badehose und Bikini an, laufen über den feinen Sand zum Wasser und springen hinein 👙. Eine willkommene Erfrischung. Durch die Sonne ist es heute nämlich recht heiß geworden ☀.

 

Sonnenschutzcreme ist übrigens an den See verboten, um Verschmutzungen des klaren Wassers zu vermeiden. So müssen wir aufpassen, dass wir in der Sonne nicht verbrennen.

Nachdem wir im See eine Weile geschwommen sind, erholen wir uns an einem schattigen Plätzchen auf den wirklich sehr weißen Sandstrand 🏊. Es sieht so schön aus, dass ich auch gleich nochmal mit der Drohne eine Runde um den See fliege. In unserem Video zu Fraser Island könnt ihr euch selbst davon überzeugen 😊.

Etwa 200 Meter vom See entfernt gibt es einen Picknickbereich. Hier wird heute unser Mittag zubereitet. Unser Fahrer und Guide ist auch gleichzeitig Koch. So grillt er für uns leckeren Fisch oder ein saftiges Steak. Dazu gibt es leckeren Salat und Bier sowie Wein. Alles im Preis inklusive 😊.

Gut gestärkt geht es wieder in den Truck. Die Insel ist recht groß und es gibt noch viel zu erkunden. Nach einer ca. 30-minütigen Fahrt durch den Dschungel erreichen wir wieder den Strand von Fraser Island – den Seventy-Five Mile Beach. Er ist wirklich 75 Meilen (120 km) lang und gehört somit zu einen der längsten Strände von ganz Australien. Jetzt ist zum Glück Ebbe und der Strand wird als Insel Highway genutzt. Über den recht breiten Strand gibt unser Truck Vollgas 🚛. Mit über 80 km/h fahren wir über die Sandpiste. Weitere Trucks kommen uns entgegen. Dies ist übrigens auch der Strand, wo die Kleinflugzeuge mit den Touristen landen. Es ist eben ein Multifunktionsstrand 😊.

Immer wieder wird der Strand von kleinen Süßwasserflüssen, welche aus dem Inneren der Insel kommen unterbrochen. Hier benötigt unser Fahrer etwas mehr Konzentration. Doch durch seine Erfahrung überqueren wir selbst größere Flüsse ohne Probleme mit unserem Truck, selbst wenn wir schon manchmal ganz schön schief im Wagen hängen 👍.

Auf der Insel selbst leben auch wilde Dingos. Wir haben sogar das Glück während unserer Fahrt mehrere Dingos auf ihrer Nahrungssuche anzutreffen. Zur Sicherheit bleiben wir aber im Fahrzeug sitzen. Aber aus den Fenster können wir die Dingos ganz nah beobachten 🐕.

Nach einer langen und faszinierenden Fahrt über den 75-Mile-Beach erreichen wir das Maheno Schiffswrack. Der damalige Luxusliner sollte nach seiner letzten Fahrt zum Verschrotten nach Japan überführt werden 🚢. Doch in einen starken Sturm 1935 riss sich die Maheno los und wurde an die Ostküste von Fraser Island angespült. Heute sind die Überreste ein abwechslungsreiches Fotomotiv für alle Touristen, wie auch uns. So stoppen wir kurz vor dem Wrack. Es ist wirklich sehr fotogen 📷. Der Himmel im Hintergrund ist strahlend blau. Der grelle Rost glänzt richtig stark im Sonnenlicht.

Wir spazieren ein Stück um das Wrack herum und erhalten so einen guten Einblick in die Überreste.

Dann geht’s wieder in den Truck. Nächster Stopp sind die Pinnacles. Diese Sandformationen liegen nur 5 Minuten entfernt vom Schiffwrack. Hier kann man sehr gut die vielfarbigen Sandschichten der Hügel erkennen. Sonst ist es aber nicht besonders spektakulär. So geht es auch gleich nach ein paar Bildern zu unserem heutigen letzten Stopp auf Fraser Island – zum Eli Creek 🌊.

Dies ist ein größerer Süßwasserfluss, indem wir sogar baden können 👙. Ca. 500 Meter kann man den Flussverlauf ins Landesinnere folgen. Dort befinden sich einige aufgeblasene Reifen. Mit diesen treiben bereits einige Touristen die kleine Strecke zurück zur Mündung. Dabei wird fleißig mit Wasser gespritzt 😊. Doch schnell kommt man mit den Reifen nicht voran. So muss man dann eher die Strecke laufen. Wir entscheiden uns auch gleich statt mit den Reifen zu treiben, den Weg im Fluss zu Fuß zurück zu legen. Sonst würden wir wohl erst zum Sonnenuntergang zurück sein 🌅. Der Fluss liegt sehr idyllisch inmitten des Waldes. Das Wasser ist sehr flach und ideal für eine kleine Wanderung. In der Mündung kann man dann in Ruhe etwas plantschen.

Unser Offroad Truck parkt an der Mündung. Als wir zurück sind gibt’s noch ein Glas Bier sowie Kuchen als Nachmittagssnack 🍰.

Dann müssen wir leider schon zurück Richtung Fähre, bevor wieder die Flut einsetzt.

Die Insel ist sehr schön und wir hätten hier auch mehrere Tage darauf verbringen können. Jedoch hat dies auch seinen Preis und das Wetter ist aktuell zu unbeständig. Es ist ein wunderschöner Tag auf der Insel und dies bei strahlenden Sonnenschein. Wer hätte das bei einer 45% Regenwahrscheinlichkeit gedacht? Wir jedenfalls nicht. Umso mehr freuen wir uns über die vielen Erlebnisse von heute 😊.

Nach einer zweistündigen Offroad Fahrt über den Strand von Fraser Island und den Rainbow Beach erreichen wir wieder den Parkplatz, wo wir unseren Camper abgestellt haben.

Gegen 17 Uhr sind wir zurück und verabschieden uns von der Gruppe. Wir sind übrigens die einzigen, die am Rainbow Beach eingestiegen sind. Die restliche Touristengruppe kommt aus Noosa und ist noch zeitiger aufgebrochen.  Für sie geht es noch weiter Offroad am Strand entlang nach Noosa.

Wir hingegen bleiben noch etwas am Rainbow Beach. Hier gibt es nämlich noch eine kleine Sehenswürdigkeit. Und wenn man schon einmal hier ist, lässt man dies natürlich nicht aus 😉.

Hierbei handelt es sich um den sogenannten „Sandblow“. Eine kurze Wanderung führt uns zu einer riesigen Düne, welche an der Klippe vom Rainbow Beach liegt. Wir ziehen unsere Schuhe aus und spazieren auf die breite Düne. Durch den feinen Sand spazieren wir bis vor zur Klippe. Dort hat man eine spektakuläre Aussicht auf die Klippen und die Bucht vom Rainbow Beach 🕶️. Vor allem im warmen Spätnachmittagslicht wirkt der Sand mit seiner gelben Farbe richtig schön. Dann geht’s wieder die Düne bergauf. Dabei kommt uns eine Gruppe mit 20 Personen von dem nahegelegen Hostel mit Sandboards entgegen. Am Rand der Düne gibt es einen kleinen Berg, wo sie auf den Sandboards herunterrutschen. Leider haben sie nur ein einziges Board mit. Sonst hätten wir uns dies auch einmal für die Abfahrt ausgeliehen. So geht es für uns mit dem Camper wieder zurück in die Tin Can Bay 🚐.

Abends bereiten wir uns ein paar Pancakes mit frischen Apfelscheiben und Apfelmus zu. Eine leckere Abwechslung 🍽️. Dabei lernen wir ein französisches Paar kennen, welches heute auch auf den Campingplatz übernachtet. Sie reisen bereits seit einem Jahr und haben sogar ihre Kinder mitgenommen. Diese sind erst im Alter von 7 und 9 Jahren. Sie werden zwischen den Aktivitäten jeden Tag von den Eltern selbst unterrichtet und müssen Hausaufgaben absolvieren. Diese Art des Reisens ist sicherlich auch nicht so einfach und erfordert viel Selbstdisziplin. Aber der Familie macht es richtig Spaß gemeinsam die Welt zu erforschen. So gut erzogene Kinder haben wir auf unserer Reise auch noch nicht gesehen. Sie bieten uns auch einen kleinen Snack an und weisen sogar ihre Eltern darauf hin, vor dem Essen die Hände zu waschen 😊.

Delfine in der Tin Can Bay

Am nächsten Tag können wir wieder nicht ausschlafen ⏰. Irgendwie scheinen hier die Aktivitäten in Australien gern zeitig zu beginnen. So starten wir diesmal unsere Tour vor dem Frühstück. Gegen 7 Uhr sind wir am Strand der Tin Can Bay. Dieser befindet sich ca. fünf Minuten von unserem Campingplatz entfernt. Wir müssen also zum Glück nicht so weit fahren bzw. laufen. Dort findet täglich ein ganz besonderes Ereignis statt. Am Barnacles Café und Dolphin Center kommen jeden Morgen Delfine angeschwommen 🐬. Sie sind nicht eingesperrt und leben im offenen Ozean. Aber hier in der sicheren und ruhigen Tin Can Bay fühlen sie sich besonders wohl. Dies liegt aber auch vielleicht daran, dass sie hier jeden Morgen frischen Fisch als Frühstück bekommen. Als wir kurz nach 7 Uhr das Café betreten sind bereits 20 weitere Touristen da. Alle tummeln sich am kleinen Strandabschnitt. Dort stehen zwei Aufpasser des Dolphin Centers knietief im Wasser. Um sie herum schwimmen drei sehr neugierige Delfine 🐬. Sie sind sehr zutraulich und kommen uns auch sehr nah. Über 30 Minuten erklären uns die Mitarbeiter die Geschichte und Lebensweise der Delfine. Sie sehen schon recht putzig aus. Es kommen nach und nach immer mehr Touristen. Diese dürfen jedoch nicht mehr auf den Strand. Er ist voll und die Tiere bekommen sonst Angst. Wir sind jedoch zeitig genug da und können die Tiere aus der Nähe beobachten. Eine Stunde später ist es dann soweit: Jeder Gast, welcher möchte, darf einen Fisch für 2 Euro den Delfinen füttern. Wir kaufen uns auch einen Fisch und geben Ihn den beiden Delfinen, welche gerade ganz nah um uns schwimmen. Denn für die Fütterung dürfen wir vom Strand auch ein Stück ins Wasser laufen. So sind wir den Tieren ganz nah. Eine schöne Erfahrung. So kann man den Tag starten 😊.

Nachdem die Delfine ihr Frühstück haben, geht es für uns zurück zum Campingplatz. Denn wir sind auch hungrig. Wir bereiten unser Toast mit Erdnussbutter und Müsli vor 🍽️. Nachdem wir gestärkt sind, packen wir alle Sachen wieder in den Camper und verlassen die Tin Can Bay. Schön war es hier.

Bei blauen Himmel geht es in unseren Camper 90 Minuten die kleinen Straßen weiter entlang der Ostküste zu unserem nächsten Stopp, von welchen wir euch bald berichten werden.

Alle unsere Bilder findet ihr in voller Auflösung auf FlickR. Viel Spaß beim Anschauen 😊. 

Besucht einfach unser Album: Hervey Bay – Fraser Island – Tin Can Bay

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.