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Peking – Auf der Chinesischen Mauer und in der verbotenen Stadt

Auf zum Happy Dragon Hostel

Wir befinden uns im Landeanflug auf Peking 🛫. Der Himmel ist blau und die Sonne geht gerade unter. Wir schauen aus unseren Flugzeugfenster und sehen die gigantische Stadt aus der Vogelperspektive. Es leben über 21 Millionen Menschen hier und es gibt viel zu entdecken. Wir freuen uns also auf drei spannende Tage in Peking 🏙️. Mehr Zeit haben wir leider nicht. Peking ist unser letzter Stopp der Chinarundreise und unser Visum läuft leider aus. Aber wir haben Glück. Es ist Herbst und wunderbares Wetter in Peking. Normal kennt man die Stadt eher von Bildern mit viel Smog und Nebel. Im Herbst jedoch ist es nicht mehr so heiß und es wird noch nicht wie im Winter geheizt. Das sind beste Voraussetzungen für klare Luft. Unser Handy zeigt neben dem Wetter hier auch den Grad der Luftverschmutzung an. Dieser ist gerade auf einem niedrigen Niveau ☀. Normalerweise tragen wegen der hohen Verschmutzung viele Menschen hier einen Mund und Nasenschutz. Doch durch das gute Wetter sehen wir bei unserer Anreise nicht so viele Chinesen damit rumlaufen.

Mit dem Zug und der Metro geht es dann direkt in das Zentrum der Stadt 🚆. Durch die Größe der Stadt brauchen wir dazu über eine Stunde. Wir übernachten im Happy Dragon Hostel im Dongsi Stadtteil. Von hier kommen wir schnell zu vielen Sehenswürdigkeiten und die Umgebung ist nicht so touristisch. Das Hostel liegt in einer kleinen Hintergasse, wo davor ein neues Hochhaus gebaut wird 🏙️. So haben wir ein paar kleine Schwierigkeiten, den Eingang und die Straße zu finden. Es ist mittlerweile dunkel und nicht ganz so einfach. Durch den neuen Komplex sind die Straßen, welche es bei Google Maps und unseren Offlinekarten gibt nicht mehr vorhanden. Doch mithilfe eines jungen Studenten, der seine Hilfe in der U-Bahn anbietet und uns beim Gepäcktragen hilft, finden wir eine Passage durch den Baustellenbereich und erreichen endlich unser Hostel. Nachts wird hier auch nicht gebaut. Es ist komplett ruhig.  Nach dem Flug haben wir Hunger und laufen etwas durch die Nebenstraßen. Schnell finden wir zwei kleine schicke chinesische Restaurants. Die Preise sind sehr günstig. Es gibt für uns Nudeln mit zarten Rindfleischstücken und Bier 🍺. Wir zahlen dafür nicht einmal 2€ pro Person und es schmeckt richtig lecker 🍽️. Dies ist der Vorteil, wenn man nicht direkt in einer Touristenstraße bei den großen Hotelketten übernachtet 👍. Dann geht es direkt zurück ins Hostel. Wir sind müde und haben morgen einen langen Tag vor uns.

Die chinesische Mauer bei Mutianyu

Heutiger Tagespunkt: Besuch der Chinesischen Mauer. Dazu gibt es viele Möglichkeiten. Die meisten Touristen sind bequem und fahren mit dem Nahverkehr direkt zum Badaling Abschnitt. Dieser ist durch die relative Nähe zur Stadt jedoch oft völlig überlaufen. Wir haben etwas im Internet recherchiert und für den Besuch der Mauer bei Mutianyu entschieden. Im Hostel wird uns sowie anderen Touristen dann erklärt, dass die Anreise recht kompliziert ist und wir lieber eine Tour buchen sollen. Wir sind jedoch keine Freunde von geführten chinesischen Touren. Zum einen verstehen wir dabei kein Wort und zum anderen haben wir dann feste Zeitfenster. Wir wollen lieber selber entscheiden, wo und wie lange wir bleiben und machen uns zu weit ohne Tour auf den Weg zur Mauer 🏞️.

Wir stehen bereits 05.30 Uhr auf. Zum Frühstück gibt es leckeren Jogurt mit vielen verschieden Früchten ☕️. Diese hatten wir uns am Anreisetag noch schnell im Supermarkt geholt. Mit der Metro fahren wir dann zum zentralen Busbahnhof Dong Zhi Men. Dort gibt es keine Beschreibungen für Busse zur Mauer. Jedoch haben wir uns vorher informiert und eine Busnummer rausgesucht. Der Bus 916 fährt in den Ort Huairou Beidajie. Im Internet haben ich gelesen, dass man auf den Expressbus, welchen man durch ein E nach den Buchstaben erkennt, achten soll 🚍. Dies verkürzt die Fahrt um 60 Minuten. Nachdem wir am Busbahnhof angekommen sind, finden wir schnell den Bus und steigen ein. Wir haben uns die Station, wo wir aussteigen müssen, mit chinesischen Schriftzeichen notiert 👍. Der Bus fährt auch gleich los und bereits nach einer Stunde erreichen wir unsere Bushaltestelle, wo wir aussteigen müssen. Je näher wir unserer Haltestelle kommen, desto mehr Taxifahrer steigen in unseren Bus ein und wollen uns eine Fahrt zur Mauer anbieten. Mit jedem Stopp, welchen wir uns dem Ziel nähern, fallen die Taxipreise. Einige Taxifahrer behaupten gegenüber den Touristen, man müsse jetzt schon aussteigen – hier darf man sich nicht beirren lassen. Wir bleiben hart und steigen an unserer Zielbushaltestelle aus. Dort soll es einen weiteren Bus direkt bis zur Mauer geben. Wir sehen dort auch bereits drei weitere Backpacker stehen und gesellen uns dazu. Sie kommen übrigens aus Israel und Schweden. Doch anscheinend gibt es keinen Bus mehr zur Mauer. Wir warten und warten. Es kommt aber kein Bus mit der richtigen Nummer. Dafür werden wir jede Minute von Taxifahrern angesprochen. Die Preise variieren sehr stark von 20 bis 50 Euro 💴. Doch dann kommt ein Taxifahrer, welcher anbietet uns alle für 10 Euro bis zur Mauer zu fahren. Wir schauen etwas verwundert, da dies günstiger als der Bus pro Person wäre. Er zeigt uns seinen Van, ein normales Taxi 🚗. So steigen wir beruhigt ein. Das einzige Problem: Wir sind fünf Personen und ein Rollstuhl. Aber der Kofferraum ist ja groß und hat ein Fenster. So setze ich mich samt Rollstuhl dort rein, während der Rest sich auf die Rückbank und den Vordersitz quetscht. Er fährt uns für diesen günstigen Preis nun 30 Minuten über 40km lang von dem Dorf direkt bis zum Ticketschalter der Chinesischen Mauer. Nicht schlecht 😊.

Dort merken wir, dass der Taxifahrer uns bis zum Eingang folgt. Er erklärt uns, dass er Provision bekommt, wenn er uns die Tickets kauft. Der Preis ist der gleiche. Nun wissen wir, wie er die günstige Taxifahrt finanziert. Ein faires Angebot 😊. Wir sehen, dass es für Studenten noch einen Rabatt gibt. Die Dame am Ticketschalter spricht natürlich wieder nur chinesisch. So geben wir alle fünf unsere ID Karten hin und probieren unser Glück. Einer der anderen Backpacker zeigt einfach nur seine Gesundheitskarte vor. Wir haben unsere „Young Travel Cards“ dabei. Es klappen alle Karten, welche wir hinlegen, selbst die Gesundheitskarte 💴.

Es ist nun 10.30 Uhr und unsere Tour kann auf die Mauer kann starten. Die Anzahl der Touristen hält sich auch in Grenzen und die Sonne strahlt am blauen Himmel ☀.

Mit einem Shuttlebus, welcher im Ticketpreis inkludiert ist, werden wir bis zur vor die Mauer gebracht. Dort gibt es nun drei verschiedene Weg hoch. Entweder man läuft den steilen Berg hoch, nutzt einen Sessellift oder eine kleine Seilbahn. Aufgrund von Franzis Knöchel entscheiden wir uns für die Seilbahn 🚡. Diese fährt nämlich zu dem hinteren Teil der Mauer. Dort sollen weniger Touristen langlaufen und die Mauer am schönsten sein.

Oben angekommen haben wir einen grandiosen Blick über die chinesische Mauer 🕶️. Soweit wir schauen können, erkennen wir kein Ende. Sie wird nur für unser Auge Richtung Horizont immer kleiner. Ein Ende ist jedoch nicht in Sicht. Beim Blick auf die Mauer bemerken wir auch, dass diese fast ausschließlich aus Stufen besteht. Wir dachten erst, dass es etwas ebener auf der Mauer ist. So lassen wir den Rollstuhl an der Seilbahnstation zurück und setzen den Weg mit Krücken fort. Wir laufen dabei von Turm zu Turm und machen immer wieder Stopps, um den fantastischen Ausblick mit unseren Kameras festzuhalten. Rund um die Mauer sieht man die grüne Landschaft mit gigantischen Bergen ⛰️. Eine spektakuläre Kulisse. Vor und nach den einzelnen Türmen auf der Mauer brauchen wir immer etwas mehr Kraft. Hier sind nämlich die Stufen besonders klein und steil. Da müssen wir, vor allem Franzi, aufpassen, dass man nicht wegrutscht. Einige Passagen muss ich so sogar Franzi ein kleines Stück tragen. Den Rest läuft Franzi mit Krücken ganz alleine. Da das Wetter so gut ist, laufen wir ein ganzes Stück und überqueren mehr als acht Türme bevor wir eine steile Treppe vor uns sehen ☀. Sie scheint auch nicht zu enden. Ich zähle über 200 Stufen. Weiter kann ich nicht blicken. Dies ist das Zeichen für eine Erholungspause, bevor es dann wieder zurück über die Mauer geht. Natürlich haben wir auch unsere Drohne mit dabei, fliegen entlang der Mauer und erhalten eine spektakuläre Sicht auf die chinesische Mauer 🕶️.

Auf den Rückweg sehen wir fast keinen Touristen mehr auf der Mauer. Es ist so schön ruhig und idyllisch. Dies sind wir von China gar nicht mehr gewöhnt 😊. Wir fragen uns schon, ob wir die letzte Seilbahn verpasst haben. Jedoch genießen wir erst einmal den Spaziergang über die menschenleere Mauer. Dann erreichen wir wieder die Seilbahnstation. Sie ist noch in Betrieb. Keine Ahnung warum heute so wenig Touristen hier auf den Mutianyu Mauerabschnitt sind. Wir freuen uns jedoch darüber 👍.

Am späten Nachmittag geht es dann wieder mit einem Taxi zurück nach Huairou Beidajie 🚗. Wir teilen uns ein Auto mit zwei chinesischen Touristen. Es ist jetzt sehr leer hier und gar nicht mehr so einfach andere Personen für die Rückfahrt zu finden. So müssen wir ein paar Euro mehr für das Taxi ausgeben. Jedoch sind dies auch nur 4 Euro pro Person 💴.

Dann geht mit dem Bus zurück nach Peking, wo wir erschöpft gegen 19 Uhr wieder am Hostel ankommen 🚌. Es geht noch schnell in eines der günstigen lokalen Restaurants in der Nähe um etwas zu Essen und ein kühles Bier trinken, bevor wir dann total müde in unser Bett fallen 🍜.

Was für ein Tag. Wir haben ohne geführte Tour eine fast menschenleere Mauer bei strahlenden Sonnenschein erlebt. Ein weiteres Highlight unseres Besuchs in China ☀.

Übrigens haben wir auch auf dem Blog von Cornelia „Silver Travellers“ über die chinesische Mauer berichtet. Auf ihren Blog findet ihr auch noch weitere Tipps und Berichte zu den Weltwundern der Neuzeit.

Die verbotene Stadt und der Platz des Himmlischen Friedens

Gleich am nächsten Morgen geht es wieder auf Sightseeing-Tour. Diesmal zum Tian’anmen-Platz – der Platz des himmlischen Friedens ⛲. Anfang April 1976 versammelten sich auf diesen zentralen Platz von Peking Millionen von Menschen, welche enttäuscht von der Regierung waren und um den vorher verstorbenen Zhou Enlai zu gedenken. Damals wurden – auf genau diesen Platz – tausende Menschen verhaftet und erschossen. Auch später im April 1989 versammelten sich erneut tausende Menschen. Sie demonstrierten friedlich und wollten zeigen, dass Veränderungen nicht immer mit Gewalt erzwungen werden müssen. Jedoch erschien dieser friedliche Protest der Regierung zu viel. Am 4. Juni 1989 erklärte die Regierung den Demonstranten den Krieg und rückte mit Panzern und Gewehren gegen ihre eigenen Bürger an. Heute wird der Platz von tausenden Touristen besucht, wie auch von uns 🙋‍♂️. Der Platz ist sehr groß. Über 880m muss man laufen, um den Platz zu überqueren. Auch heute merken wir noch die starke Präsenz von der Polizei auf diesen Platz. Überall sind Überwachungskameras auf uns gerichtet. Nur damit wir diesen Platz betreten können, müssen wir durch Sicherheitskontrollen und unsere Rucksäcke röntgten lassen.

Wir verlassen den Tian’anmen-Platz und begeben uns durch weitere Sicherheitskontrollen auf die andere Straßenseite. Dort befindet sich der Eingang zur verbotenen Stadt 🏙.

Der Palast, welcher sich auf einer Fläche von 720.000 m² erstreckt, befindet sich hinter unüberwindbaren hohen Mauern. 1420 wurde der Kaiserpalast nach 17-jähriger Bauzeit fertiggestellt.  Bis 1911 war der Palast Sitz der Ming und Qing Kaiser. Nach dem letzten Kaiser Chinas wurde der Palast ab 1924 als Residenz- und Regierungssitz genutzt 🏯.

Wir betreten die Stadt durch das große Mittagstor, welches von roten Palastmauern umgeben wird. Dieses Tor war damals ausschließlich dem Kaiser vorenthalten. Alle anderen mussten seitliche Eingänge benutzen. Es ist heute viel los. Zahlreiche Touristen, hauptsächlich Chinesen, besuchen die verbotene Stadt. Eine Touristengruppe steht neben der anderen. Man erkennt diese sehr gut an den großen Flaggen, welche die Guides hochhalten, damit die Gäste die richtige Gruppe immer wieder finden und sich in der großen Anlage nicht verlaufen 😊.

Wir kommen vorbei an zahlreichen Palastgebäuden und erreichen den äußeren Hof. Dieser Platz und deren darauf erbauten Hallen wurden für damalige kaiserliche Zeremonien und Audienzen genutzt.  Eine der drei großen Hallen, ist die Halle der höchsten Harmonie – die Audienzhalle des Kaisers. Viele Touristen versuchen durch die Öffnungen hineinzuschauen. So auch wir. Es ist gar nicht so einfach sich an hunderten von Chinesen vorbei zu drängeln. Nach einem harten Kampf erreichen wir die vorderen Reihen der Besucherströme und können einen Blick hineinwerfen. Die Einrichtung ist mit Gold und Bronze verziert. Doch dann überrascht uns eine ältere chinesische Touristin. Sie hat es wohl sehr eilig und stößt schon immer von hinten gegen uns, nur um irgendwie vorbeizukommen. Doch wir bleiben hart 🙋‍♂️. Es hat ja auch lange gedauert, bis hierher zu gelangen. Doch dann zückt sie ihr großes Handy aus der Hosentasche, streckt die linke Hand über Franzis linke Schulter und auch die rechte Hand über Franzis rechte Schulter. Dann platziert sie das Handy direkt vor Franzis Gesicht, obwohl sie noch direkt hinter ihr steht. Franzi wird also umarmt und sieht nichts, außer das Handy.  Die Chinesin lacht dabei auch lustig. Eine andere alte Frau schubst Franzi absichtlich trotz Krücken, um eine bessere Sicht zu haben. So etwas hatten wir in den letzten 30 Tagen in China noch nicht erlebt. Was man nicht alles mit den Chinesen hier mitmacht 😋.

Weiter geht es dann noch in den inneren Hof. Dort befinden sich die Wohnbereiche der kaiserlichen Familie. Über den kaiserlichen Garten geht es dann wieder zurück. Über 3h laufen wir bereits kreuz und quer durch die verbotene Stadt. Wir sind davon völlig erschöpft. Es sind auch wieder über 35 Grad. Nur ein paar Wolken schützen uns vor der prallen Sonne ☀. Wir sind beeindruckt von der gigantischen Größe des Palastes und deren zahlreichen Gebäude, Brücken sowie Prunkhallen. Die gesamte Palastanlage enthält übrigens 9999 Räume. Diese Zahl ist ein Symbol für die Ewigkeit.

Zur Erholung suchen wir uns einen kleinen Imbiss an einer der Seitenstraßen außerhalb der verbotenen Stadt und genießen eine Nudelsuppe. Dann müssen wir nochmal zu einen Krankenhaus 🏥. Franzi hat einen Kontrollcheck für ihren gebrochenen Knöchel. Die Untersuchung geht recht schnell. Anscheinend stören wir die Ärztin vor ihren Feierabend, obwohl wir extra einen Termin vereinbart hatten. Leider ist der Knöchel noch nicht ganz verheilt. Wir hatten erst die Hoffnung, dass durch unsere zahlreichen Aktivitäten der Heilungsprozess schneller verläuft. So muss Franzi die Krücken noch eine Weile weiter benutzen.

Wiedersehen von Freunden aus Indonesien bei einer leckeren Pekingente

Wir schlendern noch etwas durch die nahegelegene Wangfujing Shoppingstraße bevor wir uns heute Abend mit Trevor und Linda treffen. Wir hatten die beiden damals auf den Bunaken beim Tauchen kennengelernt. Sie leben seit ein paar Jahren hier in China und unterrichten Englisch.

Wenn wir schon einmal Peking besuchen, wollen wir auch die traditionelle Pekingente probieren. So haben die beiden für uns ein gutes Restaurant in ihrer Nähe rausgesucht und uns zum Abendessen eingeladen 🍽️. Linda holt uns von der Metrostation ab und gemeinsam fahren wir in einen kleinen TukTuk auf den großen Straßen Pekings bis zum Restaurant. Was für eine abenteuerliche Fahrt 👍.

Wir freuen uns über die Einladung und sind gespannt auf das Essen. Die Pekingente wird vor unseren Tisch frisch geschnitten. Dazu wird uns eine Soße gereicht. Beides zusammen schmeckt richtig lecker 😊. Dazu haben die beiden noch viele weitere kleine Gerichte bestellt. Unser großer Tisch ist also komplett mit vollen Tellern gefüllt. Soviel haben wir lange nicht mehr auf einmal gegessen 🍜. Dazu gibt es Pflaumensaft. Diesen trinken die Chinesen hier sehr gerne und uns schmeckt er auch sehr gut.

Mit vollen Magen spazieren wir ein kleines Stück zu ihrer Wohnung und verbringen dort den restlichen Abend. Es ist wieder schön auch bekannte Gesichter, welche man schon einmal auf der Weltreise getroffen hat, wiederzusehen 🥂. Nach einen langen Tag geht es dann wieder mit der Metro zurück zu unseren Hostel, wo wir uns dann immer noch völlig voll von der Ente in unser Bett rollen 😉.

Der Himmelstempel und die Hutongs von Peking

Der letzte Tag in China bricht an. Da unser Weiterflug erst gegen 24 Uhr startet, nutzen wir nochmal den ganzen Tag für eine ausgeprägte Sightseeing-Tour. Los geht es zur dritten großen Anlage der Stadt. In einer 273ha großen Parkanlage befindet sich der Himmelstempel 🏯. Wie aus den Namen bereits hervor geht, wurde diese Anlage damals genutzt um den Himmel anzubeten. In der Stadt Peking gibt es auch noch weitere Altäre zur Anbetung der Erde, des Mondes und der Sonne. Doch der Himmelstempel ist die größte und spektakulärste Anlage. Im Mittelpunkt dieser Anlage steht der Himmelsaltar. Ein Rondell aus drei ansteigenden Terrassen. Die Architektur ist bestimmt von der heiligen Zahl „9“.  So ist die Anzahl der Stufen oder Steinplatten immer 9 oder eine durch 9 teilbare Zahl.  Übrigens nehmen dies die Chinesen sehr ernst. In vielen Hostels und Restaurants war das Wlan-Passwort nämlich „999999999“ 😋. Wenn man noch „88888888“ ausprobiert, kommt man in fast jedes Wlan.

Auf den drei Terrassen befindet sich dann die Halle des Himmelsgewölbes. Dort wurden damals hauptsächlich Gedenktafeln des Himmelsgottes aufbewahrt.  Die Architektur des gesamten Altars mit allen Terrassen sieht spektakulär aus und ist sehr gutes Fotomotiv 🕶️.

Weiter spazieren wir quer durch die große Anlage und kommen zur Echomauer und den drei Echosteinen. Wenn man dort klatscht hört man das Echo entlang der ganzen runden Mauer sowie einfach am ersten Echostein, zweifach am zweiten Stein und sogar dreifach am dritten Echostein. Es ist lustig zu beobachten wie dort überall Chinesen rumstehen und in die Hände klatschen 😉.

Weiter geht es entlang einer 360m langen Brücke zur der Halle des Fastens und der Ernteopfer. Auch diese Gebäude sind architektonisch einzigartig. Es ist eine schöne Anlage und wir genießen unseren Spaziergang durch die zahlreichen Wege und Halle. Hier ist es übrigens nicht so überlaufen wie in der verbotenen Stadt und viel ruhiger. Zurück geht es dann durch die Parkanlage wo uns immer wieder Männer mit freien Bäuchen begegnen 🌳. Dieses Phänomen hat sich durch unsere ganze Chinareise gezogen und wir werden sicherlich die chinesischen Männer mit ihren freien runden dicken Bäuschen vermissen 😉.

Weiter geht es zu den Hutongs. Dort gibt es noch viele alte kleine Häuser aus den ehemaligen China. In den engen und kleinen Gassen befinden sich auch viele hübsche Cafés. Quer durch die Hutongs führt auch eine ganze Straße voll mit Souvenirshops und Essensständen 🍚. Der Spaziergang führt uns dann weiter bis zum Trommel- und Glockenturm. Diese sind jedoch nicht so spektakulär wie in Xi’an und abends auch nicht beleuchtet. Die Sonne geht langsam unter und wir laufen in Richtung Hostel zurück ☀. Dort gehen wir nochmals als Abschluss in das kleine hübsche Restaurant an der Ecke von unserer Unterkunft lecker essen und ein kühles günstiges chinesisches Bier trinken 🍺.

Peking hat noch viel mehr zu bieten. Zu den weiteren Highlights gehören der Lama Tempel, der Sommerpalast sowie der CCTV Tower und der Kohlehügel bei der verbotenen Stadt. Jedoch waren die Flugpreise für die nächsten Tage viel teurer, sodass wir uns entschieden haben, bereits nach drei Tagen Peking und auch China zu verlassen.

Wir hatten trotz Franzis Knöcheloperation eine wunderbare und unvergessliche Zeit in China und werden bestimmt in naher Zukunft China erneut besuchen. Das Land ist so groß und hat noch viel zu bieten und zu entdecken 👍.

Aber jetzt freuen wir uns auch nach den ganzen asiatischen Essen auf ein neues Abenteuer auf einen neuen Kontinent. Wir trinken die letzten Schlucke unseres Bieres aus, holen die großen Rucksäcke und fahren zurück mit der Metro und dem Zug zum Flughafen. Dort wartet bereits unsere Ais Asia X Maschine auf uns, welche Franzi und mich zu neuen Erlebnissen fliegt 🛫.

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Ein Gedanke zu „Peking – Auf der Chinesischen Mauer und in der verbotenen Stadt

  1. Das mit den Taxifahrern, die in den Bus einsteigen ist ja ne dolle Story! Ihr ward ja mutig unterwegs mit Rollstuhl. In Mutianyu war ich ein paarmal aber via Job organisiert. Meine eigene private Wanderung hab ich an einer anderen Stelle gemacht (Jinshanling). Wenn ich mal wieder nach Peking kommen würde, wär meine nächste Wahl, in Mutianyu zu wandern, und auch dort zu übernachten, so hübsch wie es ist. Die Massen sind allerdings schon eher abschreckend.

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