AsienMalaysiaReiseberichte

Kuching ∙ Die Katzenstadt und der Bako Nationalpark ∙ Orang-Utans & Nasenaffen ∙ Borneo

Wir sind zurück

Nach einem bequemen Flug aus Vietnam ist es geschafft. Wir sind zurück! Und zwar dort, wo vor vielen Monaten unsere Weltreise begann: in Malaysia. Zu Beginn unserer Reise hatten wir jedoch einen sehr schönen Teil des Landes ausgelassen. Dies wollen wir nun nachholen. Auf geht es nach Borneo 🛫!

Mit einem kurzen Air Asia Flug geht es direkt von Kuala Lumpur in die Stadt der Katzen: Kuching. Wir landen gegen 22 Uhr abends am Flughafen und fahren bequem mit einem Grab Car Taxi für wenige Euro in das Stadtzentrum zu unserer Unterkunft, der Check-In Lodge 😊. Mit dem guten Preis-/Leistungsverhältnis, das wir die letzten Wochen aus Vietnam gewohnt waren, ist es jetzt vorbei. Für 15 Euro hatten wir in Unterkünfte mit Pool auf einem 3 Sterne Niveau gewohnt. Jetzt bekommen wir für das Geld ein kleines Zimmer, wo auch nur das Bett reinpasst und immerhin noch ein Regal. Ein Fenster haben wir nicht. Dafür ist das Frühstück aber inkludiert. Jedoch gibt es statt Omelette nur noch Toast und Müsli. Aber das stört uns weniger. Wir wollen lieber das Geld für Ausflüge und Aktivitäten investieren. Und davon gibt es eine Menge rund um Kuching. Die Natur und Tierwelt ist faszinierend. Wir möchten euch in unseren ersten Borneo-Reisebericht etwas mehr über unseren Begegnungen mit den Nasenaffen und Organ-Utans erzählen 🐵.

Bako Nationalpark

Die Stadt der Katzen: Kuching

Es ist gerade wenig los in der Stadt. Durch die Ferien wirken die Straßen recht leer. Aber so ist es wenigstens angenehm ruhig. Der Name Kuching heißt übrigens übersetzt Katze. Überall in der Stadt stehen riesige Katzenstatuen herum. Auch laufen viele streunende Katzen durch die Straßen. In fast allen Geschäften und Restaurants steht eine Maneki Neko. Auch wenn euch der Name vielleicht nichts sagt, kennt ihr diese Figur bestimmt. Es handelt sich dabei um eine goldene Katze, welche mit einem Arm winkt und so die Kunden ins Geschäft locken soll. Ob das immer klappt 🐱?

KuchingBorneo ist die Heimat vieler wilder Katzenarten. So setzt Kuching sicherlich auch aus touristischen Interesse auf diese Tiere. Es gibt sogar ein großes Katzenmuseum mit ausgestopften Wildkatzen zu sehen. Und neben den ägyptischen Katzengöttern sollen auch antike Katzenklos ausgestellt sein. Wir haben aber leider das Museum ausgelassen und können nicht mehr darüber berichten.

Für uns geht es bei einem Stadtspaziergang zuerst zu zwei kleinen chinesischen Tempeln in der Innenstadt. Es leben hier in der Hauptstadt des Bundesstaates Sarawak sehr viele Chinesen. Dies gilt eigentlich generell für ganz Malaysia. Dementsprechend gibt es hier auch den ein oder anderen passenden Tempel 🐈.

KuchingWir legen einen kurzen Stopp beim Tua Pek Kong und Hong San Si Tempel ein. Der erste der beiden Tempel erstrahlt in knalligen rot und das Dach ist mit goldenen Akzenten verziert. Überall hängen rote Laternen von der Fassade. Den zweiten Tempel erkennt man durch seine großen Steinsäulen und den großen Drachen auf dem Dach. Bei beiden Anlagen gibt es einen Ofen, in dem goldenes Papier als Opfergabe verbrannt werden kann. Hier kann man also kurz nochmal in eine andere Kultur hineinschnuppern.

KuchingWir spazieren dann aber weiter zur Promenade am Sarawak Fluss, der Kuching Waterfront. Hier dürfen natürlich auch die Katzenstatuen nicht fehlen. Viel los ist auch hier nicht. Das markanteste Gebäude am Fluss ist das Parlament. Von der Promenade kann man es nicht übersehen. Es sieht nämlich aus wie eine riesige Zitronenpresse 🏯.

Im Anschluss werfen wir noch einen kurzen Blick in die naheliegende Masjid Bandaraya Moschee. Sie ist die größte ihrer Art von ganz Kuching. Direkt davor befindet sich die Jalan India, eine Art indische Shoppingstraße. Es gibt T-Shirts, Handyhüllen und Snacks zu kaufen. Aber immerhin ist hier mehr los als sonst wo in der Stadt.

KuchingDa wir auch noch am Anfang unserer Borneo Rundreise stehen, müssen wir uns noch ein wenig organisieren. So steuern wir das nächstgelegene große Shoppingcenter an und erledigen die typischen Einkäufe wie Simkarten, Kekse und Getränke 🍪.

Abends macht sich dann langsam der Hunger breit. Deshalb gehen wir zum Auftakt der Reise landestypisch essen 😉. Nicht weit von unseren Hostel liegt die Pizzeria Balkanico. Das Lokal war eine Empfehlung und der Besitzer ist sogar ein waschechter Italiener. Wir müssen das Restaurant nur ein wenig suchen. Es ist nämlich eher ein Imbiss vor einem riesigen Getränkemarkt, welcher sich auf Bier spezialisiert hat. Hier kann man zwischen über 100 verschiedenen Biersorten auswählen. Die Kombination der beiden Geschäfte ist nicht schlecht. So genießen wir am ersten Abend in Malaysia eine leckere hauchdünne italienische Pizza mit einem chinesischen Tsching Tao Bier 🍺.

Kuching

Der Bako Nationalpark

Kuching ist auch das Tor zur Natur und dem riesigen Regenwald auf Borneo. Und genau aus diesem Grund sind wir auch hier.

Bako NationalparkFür uns geht es heute zeitig los. Bereits gegen 7 Uhr laufen wir zur Hauptstraße von Kuching. Dort kommen regelmäßig Busse und Vans vorbei, welche zum Bako Nationalpark fahren. Der Bus kostet nur 60 Cent 🚌. Die Vans sind teurer aber viel schneller. Da aber heute Morgen aller 2 Minuten ein Vans anhält und uns mitnehmen will, haben wir eine gute Verhandlungsbasis und können für einen Euro auch direkt ohne Stopps in den Park fahren. Ein Van nimmt uns 45 Minuten mit bis zum Hafen vor dem Nationalpark. Hier müssen wir weitere 4 Euro für den Parkeintritt bezahlen und auf ein Boot umsteigen, was weitere 8 Euro (für die Hin/Rückfahrt) kostet.

Bako NationalparkUnsere Fahrt führt vorbei an riesigen Mangroven und dichtem Dschungel. Weitere 30 Minuten später stehen wir vor dem Büro des Parks an einem langen Strand. Begrüßt werden wir von einem griesgrämig schauenden Bartschwein 🐃.

Wir haben für eine Nacht eine Hütte direkt im Park gebucht. Wir registrieren uns und checken ein. Im Anschluss werden uns noch die verschiedenen Wandermöglichkeiten erklärt. Da es erst 10 Uhr in der Früh ist, entscheiden wir uns für den längsten Weg. Er führt in einem großen Kreis sechs Kilometer lang durch den Dschungel 🌳.

Bako NationalparkDie ersten 500 Meter sind recht gut ausgebaut. Über hölzerne Planken laufen wir tiefer in den Dschungel.

Dabei entdecken wir viele bunte Vögel und weitere Bartschweine. Wir folgen aufmerksam den Weg und halten Ausschau nach weiteren Tieren. Schnell hört der gut ausgebaute Weg auf.

Er geht in einen engen schlammigen Dschungelpfad über. Weit und breit sind keine Touristen zu sehen. Man ist hier wirklich ganz für sich allein in mitten der Natur 🌴.

Bako NationalparkNach dem ersten Kilometer zweigt noch ein weiterer Wanderweg ab. Wir entscheiden uns die Tour ein wenig zu verlängern. Der Weg führt zu einem verlassenen Strand mit vielen Mangroven. Hier sollen sich oft Nasenaffen aufhalten. Leider entdecken wir keine. Vielleicht ist es aber jetzt um die Mittagszeit zu heiß. Laut den Informationen des Parks kann man sie besser am frühen Morgen oder späten Nachmittag beobachten. Stattdessen ist der Strand von hunderten roter Krebse besiedelt, welche überall herum krabbeln. Wir passen sehr gut auf, dass wir nicht versehentlich auf einen der Krebse treten. So wird der Weg über den Strand zu einem kleinen Hindernislauf 🏞️.

Bako NationalparkAuch wenn Strände zum Baden verlocken, hier im Bako Nationalpark sollte man darauf verzichten. Im flachen Wasser an den Stränden halten sich gern Krokodile auf. Aus diesem Grund gehen wir auch lieber wieder zurück in den Dschungel 😉.

Wir sind weitere vier Stunden im dichten Urwald unterwegs. Der Weg ist weiterhin schmal und abenteuerlich. An einigen Stellen weiß man auch nicht mehr so recht, ob man noch auf den offiziellen Pfad entlang läuft oder nur quer durch die Natur spaziert. Es geht immer wieder bergauf und ab.

Große Felsen müssen überwunden werden. Teile des Weges sind oft mit Wasser überflutet oder recht schlammig. Man kommt sehr langsam voran. Aber das ist nicht weiter schlimm. Wir sind ja auf der Suche nach Tieren und genießen die Natur. Die Wanderung ist sehr abwechslungsreich. Der Pfad führt durch verschiedene Vegetationsschichten. Vom dichten Urwald geht es über große Sandflächen weiter zu Mangrovenwäldern. Es folgen Flüsse und Felslandschaften.

Bako NationalparkDabei werden wir von großen Schmetterlingen begleitet. Überall an den Bäumen klettern riesige Ameisen entlang. Sie sind mehrere Zentimeter groß. Man sollte sich also nicht einfach irgendwo versehentlich abstützen. Auch eine grüne Schlange liegt direkt am Wegrand. Dabei haben wir keine Ahnung, ob sie giftig ist 🐍.

Auch wachsen überall am Wegrand große fleischfressende Pflanzen. Die Natur ist wirklich umwerfend. Nur leider haben wir bisher keine der verschiedenen Affenarten entdeckt.

KuchingAm Nachmittag erreichen wir einen weiteren Abzweig kurz vor der Küste. Von hier sind es nur noch 2 Kilometer zurück zum Hauptquartier. Doch wir entscheiden uns noch eine weitere Wanderung auf dem Weg mit der Nummer 3 dranzuhängen. Hier soll man öfters Nasenaffen beobachten können.

Doch direkt an der Weggabelung sitzt eine Großfamilie von Javaneraffen. Sie bewachen den Weg und sehen recht aggressiv aus. Da sie auch noch kleine Babyaffen dabei haben, sollte man die Tiere nicht unterschätzen. Aber irgendwie müssen wir ja durch 🐒.

Bewaffnet mit einen Stock verteidigen wir uns gegen die Affenbande. Diese finden nämlich unsere Rucksäcke sehr interessant. Wenige Meter später ist es geschafft und wir sind auf dem neuen Pfad unterwegs.

Bako NationalparkEin paar Minuten später ist es dann soweit. Wir entdecken die ersten Nasenaffen direkt in den Bäumen über uns. Sie springen von Ast zu Ast. Aber leider sind sie etwas hoch für gute Fotos. Der Weg führt zu einem weiteren Strand, wo wir seit langem wieder Menschen treffen. Ein Guide ist hier mit zwei Touristen unterwegs. Er bietet an, uns mit einem Boot kostenlos zurück zum Hauptquartier zu nehmen. Wir lehnen jedoch dankend ab und begeben uns zurück in den Wald auf Affensuche 🐵.

Jetzt ziehen blitzartig dunkle Wolken auf und verdrängen den blauen Himmel. Plötzlich raschelt es im Gebüsch direkt neben uns am Wegrand. Es erscheint ein Nasenaffe, welcher genüsslich die Blätter isst. Er ist nur maximal zwei Meter von uns entfernt. Da er sich von uns überhaupt nicht stören lässt, können wir ihn eine ganze Weile richtig nah beobachten. Doch dann setzt zu den dunklen Wolken noch Donner und Blitz ein. Wenig später prasselt kräftiger Regen auf uns nieder. Schnell ziehen wir noch die Regenjacke an und wandern zurück zum Hauptquartier, wo wir das erste Mal unseren kleinen Bungalow betreten ⛈️.

Dieser ist recht rustikal und einfach eingerichtet. Alles ist klamm und feucht. Aber so ist das nun einmal im Dschungel. Unsere Hose ist komplett nass und von den Strümpfen tropft noch das ganze Wasser. Wir versuchen die Kleidung zu trocknen. Doch bei der hohen Luftfeuchtigkeit ist das einfach nicht möglich.

Nach einer StundBako Nationalparke hört es aber bereits wieder auf zu regnen und wir unternehmen noch eine kleine Strandwanderung über gut ausgebaute Plankenwege in der Nähe unserer Unterkunft. Es herrscht gerade Ebbe. Die Mangroven, welche heute früh noch tief im Wasser standen, sind nun nur noch von Sand umgeben. Auf den Boden tauchen plötzlich ganz viele lustige Krebse auf. Sie sind eigentlich schwarz. Nur einer der beiden Scherenarme ist knallrot. Diesen halten sie die ganze Zeit weit ausgestreckt nach oben in die Luft.

Bako NationalparkWir haben keine Ahnung, was sie damit vorhaben. Sonst begegnen uns noch weitere Javaneraffen und Bartschweine. Von denen scheint es hier wirklich viele zu geben 🐒.

Übrigens kann man im Park noch viel mehr Tiere entdecken. Im Bako Nationalpark leben neben den Javaner- und Nasenaffen auch Hirschferkel, Gibbons, Faultiere, Malaienbären, große Wildkatzen und Warane.

Wir sind gespannt was wir alles noch so entdecken 🐂.

Am Abend besuchen wir das Park Restaurant. Dies ist recht spartanisch. Immerhin gibt es Reis, Soße und ein paar Fleischstücken am Knochen. Man wird schon satt. Aber zur Sicherheit hatten wir uns aus Kuching noch ein wenig zu essen mitgenommen.

Eine Nachtwanderung durch den Park

Bako NationalparkNach dem Abendessen habe ich es erstmal geschafft, uns aus dem Bungalow auszusperren. Doch nach einer Stunde warten, kommt ein Ranger, welcher einen Ersatzschlüssel hat. Wir machen uns noch schnell fertig, denn es steht noch eine weitere Tour am heutigen Tag an.

So aktiv wie heute waren wir schon eine Weile nicht mehr. Es ist nun mittlerweile stockfinster und wir begeben uns mit einem Ranger auf eine geführte Nachtwanderung. Insgesamt sind wir sechs Personen. Die Tour geht ca. 90 Minuten 🌙.

Bako NationalparkDirekt zu Beginn der Wanderung entdecken wir oben an einen der Bäume ein Riesengleiter. Es sieht fast aus wie ein Faultier und macht auch das, was Faultiere fast immer machen: schlafen. So gehen wir weiter in den Dschungel. Dabei begegnen uns so einige nachtaktive Tiere. Der Guide hat eine spezielle Taschenlampe mit dabei und kann uns so die Tiere zeigen, ohne sie durch das Licht zu stören. Mit dabei sind viele kleine Insekten.

Bako NationalparkEinige von Ihnen sehen wie kleine Pflanzen aus. Sie haben eine wirklich gute Tarnung. Auch sitzen auf den großen Blättern knallbunte kleine Frösche. Große dicke Käfer überqueren regelmäßig den Weg und in den Bäumen sitzen zahlreiche nachtaktive Vögel. Auch begegnen wir einigen Skorpionen und einer Tarantel 🕷️.

Die Wanderung war echt schön. Durch die kleine Gruppe konnten wir ungestört durch die Natur laufen und haben auch nicht die Tiere erschreckt. Alle waren leise und haben sich auf die Suche konzentriert. Heute ging es etwas länger und gegen 22 Uhr sind wir wieder zurück an unserer Hütte.

Jetzt heißt es schlafen, denn Morgen wollen wir gleich zeitig starten. Am frühen Morgen soll ja angeblich die Tierwelt noch richtig aktiv sein. Das wollen wir auf keinen Fall verpassen 😊.

Bako Nationalpark

Nasenaffen hautnah

6 Uhr gibt’s Frühstück. Wir haben uns extra Cornflakes und Milch aus Kuching mitgenommen. Eine Stunde später sind wir bereits wieder auf Tiersuche unterwegs. Wir wollen nochmal zu dem Weg laufen, wo wir gestern Nasenaffen entdeckt haben. Doch soweit kommen wir gar nicht.

Bako NationalparkEs ist immer noch Ebbe. Auch haben wir Glück und in Borneo ist gerade Blütenzeit. Wir können am Strand langlaufen und entdecken zahlreiche Gibbons und Javaneraffen in den tiefhängenden Bäumen, welche gerade genüsslich frühstücken 🐵.

Kurz darauf beginnt unsere Glücksträhne. Zuerst hüpft direkt vor uns eine Gruppe sogenannter Grey Leaf Monkeys entlang. Sie werden in Deutsch als silberner Haubenlangur bezeichnet und sind im Park eher selten zu sehen. Sie haben ganz flauschiges Fell, was in den ersten Sonnenstrahlen silbergrau aufleuchtet. Sie sehen richtig süß mit den ganzen Haaren im Gesicht aus 🐒.

Bako Nationalpark

Wir verlassen kurz nach der Begegnung den Strand und spazieren den Plankenweg weiter Richtung Dschungel. Plötzlich tauchen vor uns mehr als 10 Nasenaffen auf. Sie sitzen direkt an den Bäumen am Wegrand und essen die frischen und saftigen Blüten.

Bako NationalparkDabei machen sie lustige Geräusche. Es hört sich an, als ob sie alle gemeinsam singen. Die Nasenaffen sind heute Morgen auch recht aktiv. Sie springen hin und her und landen schließlich direkt auf dem Weg vor uns. Mehrere Tiere kommen nun direkt auf uns zugelaufen.

Sie balancieren direkt auf dem Geländer des Weges. Näher kann man wohl den putzigen Nasenaffen nicht mehr sein. Ihre markante Nase ist sehr deutlich zu sehen.

Bako NationalparkWir und die Nasenaffen schauen uns direkt in die Augen. Irgendjemand muss jetzt letztendlich Platz machen. Und das sind natürlich wir. Es geht also ein Stück den Weg zurück. So können wir die Nasenaffen in Ruhe vorbei spazieren lassen. Wir sind richtig gebannt von dieser Begegnung am frühen Morgen 📷.

Das zeitige Aufstehen hat sich also gelohnt. Wir wandern im Anschluss noch ein Stück durch den Wald und gehen dann wieder zurück zum Strand. Dort können wir immer noch die silbernen Haubenlanguren und Javaneraffen beim Frühstücken zusehen 😊.

Bako Nationalpark

Es geht zurück nach Kuching

Zurück im Bungalow packen wir unseren Rucksack und laufen zum Parkbüro für den Check-Out. Bevor es jedoch nach Kuching zurückgeht, starten wir eine letzte Wanderung. Schon direkt in der Nähe des Parkbüros haben es sich ein drei weitere Nasenaffen auf einen der Bäume bequem gemacht.

Bako NationalparkEin Tourist steht direkt unter ihn und hat den Nasenaffen nicht bemerkt. Dann kommt es wie es kommen muss. Der Affe muss einmal seinen natürlichen Bedürfnissen nachkommen und der arme Tourist denkt, es beginnt über ihn zu regnen 😋.

In Begleitung von einigen weiteren Bartschweinen marschieren wir wieder in den Dschungel. Die Wanderung führt uns dieses Mal stetig bergauf auf einen Aussichtpunkt. Der Weg ist richtig anstrengend. Es ist sehr heiß geworden und wir kommen gut ins Schwitzen. Oben abgekommen haben wir jedoch einen schönen Ausblick auf den dichten Dschungel des Nationalparks sowie den Strand und das blaue Meer ☀.

Bako Nationalpark

Nach einer kleinen Erholungspause geht es aber direkt wieder zurück durch den Dschungel zu Parkbüro und Bungalow. Wir holen unsere Rucksäcke ab und verlassen mit dem Boot den Bako National Park. Vom Hafen aus fahren stündlich Busse zurück nach Kuching. Leider haben wir ihn gerade verpasst. Es sind noch 50 Minuten bis der nächste Bus kommt 🚌.

KuchingDoch dann treffen wir Simon. Er sieht uns an der Straße stehen und hält mit seinen Auto an. Simon hat gerade Freunde zum Hafen gefahren und nimmt uns kostenlos mit zurück nach Kuching. Dafür sind wir ihm sehr dankbar. Wir kommen ein wenig mit ihm ins Gespräch. Er war früher Guide im Mulu Nationalpark und ist jetzt Rentner. Er fährt für sein Leben gern Fahrrad. Erst war er mehrere Wochen in Neuseeland unterwegs und fährt in ein paar Monaten die Strecke von Bangkok nach Kuala Lumpur mit dem Rad. So sportlich sind wir nicht 😉.

Es gibt eine Facebookgruppe mit dem Namen „Hot Shower“. Sie ist quasi das „Couchsurfing“ für Fahrradfahrer. Darüber hatte er Fahrradfreunde aus Polen bei sich aufgenommen und sie zum Bako Nationalpark heute gebracht.  Es ist wirklich schön, solche netten und offenen Menschen kennenzulernen.

KuchingZum Abschluss des Tages geht es in Kuching nochmal bei strahlender Sonne zur Promenade und in die Innenstadt.

Dort stoppen wir im Katzenkaffee Miaw Miaw. Es gibt für zwei Euro einen heißen Kaffee, während man sich mit den dortigen plüschigen Katzen beschäftigt und mit ihnen spielt 🐱.

Die Orang-Utans aus dem Semenggoh Nature Reserve

Unser Programm in Kuching bzw. der Umgebung ist noch nicht vorbei. Wie immer müssen wir recht zeitig aufstehen. Bereits 7.30 Uhr sitzen wir in einem Grab Car Taxi und sind unterwegs zum Semenggoh Nature Reserve. Dies liegt ca. 30 Minuten außerhalb der Stadt 🚗.

KuchingDas Reservat ist bekannt für seine Orang-Utans. Heute probieren wir unser Glück und machen uns auf die Suche nach den riesigen Affen. Es geht zuerst ca. einen Kilometer zu Fuß in den Dschungel. Hier befinden sich in der Nähe zwei Fütterungsstationen, wo die Ranger 9 Uhr am Morgen den Tieren Kokosnüssen und Bananen hinlegen. Jedoch leben die Orang-Utans frei im Wald. Auch ist gerade Blütenzeit, sodass sie auch überall genügend Leckerbissen an den Bäumen finden können. Dennoch ist hier an den beiden Stationen die Wahrscheinlichkeit am größten auf die Tiere zu treffen 🌳.

KuchingUnd wir haben Glück. Ca. 15 Minuten später hangeln sich zwei kleine Orang-Utans durch die Bäume zu den Kokosnüssen. Sie setzen sich nur wenige Meter von uns entfernt hin und essen gemütlich die Kokosnuss. Dabei beobachten sie uns genau mit ihren großen Augen. Aber anscheinend stören wir sie nicht.

Sie lassen sich bei ihrem Frühstück nicht ablenken. Orang-Utans sehen mit ihren flauschigen orangen Haaren und den großen Kopf schon faszinierend aus. Wir könnten ihnen noch viel länger zuschauen 🐵.

KuchingDoch wir laufen ein wenig durch den Wald zu der zweiten Futterstelle. Dort sitzt bereits ein richtig großer Orang-Utan. Er ist echt fett. Er hat sich gemütlich an einem Baum platziert und isst dort die frischen Früchte. Leider dreht er sich recht schnell um und wir sehen nur seinen Rücken. Wir wollen ihn nicht stören und laufen dann lieber wieder zurück zum ersten Futterplatz. Dort ist in der Zwischenzeit auch ein weiterer großer Orang-Utan aufgetaucht. Er scheint hingegen die Touristen zu mögen und positioniert sich sehr fotogen für ein Fotoshooting. Aber vielleicht fragt er sich nur, was eigentlich die ganzen Menschen hier im Wald machen. Immerhin bekommen wir keine Früchte zum Frühstück serviert. Diese sind exklusiv nur den Affen vorbehalten 🍌.

KuchingPlötzlich taucht eine alte kleine Orang-Utan-Dame auf. Sie spaziert gemütlich den Waldweg entlang, vom den wir auch gerade gekommen sind. Sie will nicht zum Futter oder auf die Bäume. Stattdessen nähert sie sich uns und den weiteren Parkgästen in einem erstaunlichen Tempo. Dabei passen die Ranger aber auf. Wir müssen immer wieder ein Stück zurück weichen. Wenige Minuten später platziert sie sich auf einem Holzstuhl zwischen mir und Franzi. Eben saßen wir selbst noch dort darauf. So nah waren wir bisher nur in Kalimantan im Dschungel den Orang-Utans. Der Affe thront auf seinem Sitz wie eine kleine Königin. Und Franzi steht direkt hinter ihm. Das perfekte Fotomotiv 📷.

KuchingDann scheint sie wohl doch Hunger zu bekommen und läuft weiter zur Futterstation. Aber dort ist es ihr wohl langweilig. Sie schnappt sich ein paar Bananen und kommt direkt wieder zurück zu uns. Jetzt nimmt sie kurz vor mir Platz und frühstückt in Ruhe. Es ist schon schön die gewaltigen Tiere so nah zu beobachten. Kurz nach 10 Uhr ist dann die Besuchszeit vorbei. Die Ranger bitten alle Touristen, dass Areal zu verlassen. So können die Orang-Utans hier auch ungestört sich weiter fortbewegen 🐒.

Wir machen uns auf zum Ausgang und nehmen dieses Mal den lokalen Bus zurück nach Kuching. Erst wollten wir ein Grab Car rufen, doch hier draußen haben wir kein Empfang mit dem Handy.

Kuching

Zurück in Kuching

KuchingNach einem leckeren Ciabatta als Mittagssnack geht es am Nachmittag nochmal ein wenig in die Innenstadt von Kuching. Dort liegt das sogenannte Upside Down Haus 🏠.

Für 2 Euro Eintritt kann man verschiedene Räume besuchen und lustige Bilder machen. Denn in jedem Zimmer sind alle Möbel quasi verkehrt herum an der Decke befestigt.

KuchingDas Personal zeigt einem, wie man dort die besten Motive fotografiert. Wir machen uns also den Spaß und legen uns richtig ins Zeug.

Damit es gut aussieht muss man auch mal einen Handstand oder Klimmzüge an den befestigten Gegenständen von der Decke machen 😉.

Als Ergebnis sind ein paar lustige Erinnerungsfotos entstanden 📷.

Heute ist auch der letzte Tag in Kuching. Wir müssen nun noch ein paar Vorbereitungen für die nächsten Tage treffen. Es geht nämlich für eine Weile tiefer in den Dschungel. Dort gibt es keine Supermärkte. Also kaufen wir noch die Grundversorgung, bestehend aus Spagetti, Tomatensoße, Chips, Kekse und Obst ein. Auch vier große Wasserflaschen kommen ins Gepäck und machen die Rucksäcke richtig schwer 🛒.

Dann heißt es Abschied von Kuching nehmen. Doch das nächste Abenteuer wartet schon auf uns 🌎.

Bako

Unsere Fotos und Video zu Kuching und den Bako Nationalpark

Alle unsere Bilder von den Orang-Utans und Nasenaffen findet ihr in voller Auflösung auf Google Photos.

Über Youtube könnt ihr dazu unser passendesn Videos sehen:

Kuching ∙ Nasenaffen im Bako Nationalpark ∙ Teil 1 ∙ Borneo ∙ Weltreise Vlog #103

Kuching ∙ Orang-Utans im Semenggoh Nature Reserve ∙ Teil 2 ∙ Borneo ∙ Weltreise Vlog #104

Viel Spaß beim Anschauen unserer Erlebnisse 😊.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.