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Vientiane ∙ Französische Einflüsse in der Hauptstadt ∙ Laos

Unser neues Reiseland: Laos

Wir verlassen Bangkok und sitzen in einer günstigen Air Asia Maschine nach Laos.

Für nur 20 Euro geht es in die Hauptstadt des Landes: Vientiane 🛫. Gegen 14 Uhr landen wir überpünktlich und holen uns schnell das Visum bei der Ankunft im Terminal. Alles verläuft sehr unkompliziert und bereits 40 Minuten nach der Landung sitzen wir schon in einem Bus in die Innenstadt. Der Busfahrer ist sehr nett. Er fragt jeden Gast ab, in welche Unterkunft er möchte und nennt die entsprechende Haltestelle. Bei jeden Stopp erklärt er alle wichtigen Plätze, Tempel und Sehenswürdigkeiten, welche sich in der Nähe befinden. Man kann quasi gar nicht falsch aussteigen. Und WLAN gibt’s im Bus auch noch kostenfrei. Die ganze Fahrt kostet nur 1,50 Euro. 20 Minuten fahren wir bis zum Hostel. Die beste Busfahrt, die wir je hatten 😉.

Laos begrüßt uns mit freundlichen Menschen und einer guten Infrastruktur in der Hauptstadt.

VientianeDas Land ist bekannt für seine Berge, die Architektur aus der französischen Kolonialzeit und die kleinen Bergdörfer im Norden. Durch Laos fließt der riesige Mekong Fluss und die generelle Infrastruktur ist (im Gegensatz zu dem Nahverkehr innerhalb der Hauptstadt) sehr schlecht ausgebaut. Es ist eben ein ruhiges Land und man kommt hier nur sehr langsam voran. Selbst die Hauptstraßen, welche die größeren Städte verbinden, bestehen meist nur aus Erde und trockenem Sand 🚍.

Wir übernachten im Green Box Hostel für 17 Euro inkl. Frühstück pro Nacht für das Zimmer. Das Zimmer ist in Ordnung und wir haben auch ein eigenes Bahn. Nachdem wir eingecheckt haben, machen wir uns auf den Weg und erkunden zu Fuß die Umgebung. Wir kaufen uns noch eine Simkarte und bleiben in einem kleinen süßen Restaurant hängen, wo wir den ersten Tag in Laos mit einem kühlen Bier und leckeren Essen ausklingen lassen 🍺.

Vientiane

Die Hauptstadt Vientiane und der Buddhapark

Vientiane wird oft als dörfliche Hauptstadt bezeichnet. Dies liegt wohl daran, dass es im Gegensatz zu den hektischen Metropolen in Südostasien hier eher ruhig zugeht. Im Stadtkern leben gerade einmal 350.000 Menschen. Dies schafft eine besondere Atmosphäre. Man merkt heute noch den Einfluss der Franzosen aus der Kolonialzeit. Alle Straßenschilder sind in französischer Sprache gehalten und an jeder Ecke gibt es knusprige Baguettes. Viele der alten Bauten aus der Kolonialzeit sind renoviert und strahlen in buntVientianeen Farben 🏘️.

Nach unserem Stadtbummel am gestrigen Tag starten wir heute eine kleine Tempeltour.

Direkt im Stadtzentrum und nur wenige Meter zu Fuß vom Hostel entfernt liegt der älteste Tempel von Vientiane. Der Wat Si Saket ist der einzige Tempel, welcher alle Kriege überlebt hat und auch damals von den Siamesen nicht zerstört wurde. Es ist ein recht kleiner Tempel und am frühen Morgen ist wenig los. Wir sind vielleicht mit 10 weiteren Touristen vor Ort. So wenig Andrang hatten wir lange nicht mehr bei unseren Tempelbesuchen. So genießen wir die Ruhe und schlendern durch die kleine Anlage und den Wandelgang mit den zahlreichen Buddhafiguren ☀.

VientianeDirekt gegenüber liegt noch der Pha Kaew. Er ist der ehemalige Tempel des Königshauses. Hier stand früher der kleine grüne Smaragd Buddha, welcher nun im Königspalast in Bangkok zuhause ist. Heute ist der Tempel eine Art Museum. Aber viel zu sehen gibt es Innen leider nicht 🏛️.

Da das Stadtzentrum sehr schnell zu Fuß abgelaufen ist, geht es für uns zum Busbahnhof. Dort nehmen wir die Linie 14 stadtauswärts. Für 1,50 Euro fahren wir fast eine Stunde zum Buddha Park. Wir kommen nur sehr langsam die 24 Kilometer voran, da die Hälfte der Straße nicht asphaltiert ist. Auch stoppen wir noch eine Weile an der Freundschaftsbrücke. Sie bildet den Grenzübergang zu Thailand. Dementsprechend viel ist hier los. Danach sitzen nur noch wir zwei im Bus. Erst dachten wir, dass wir im falschen Bus sind, doch laut unserem Navi auf dem Handy fahren wir direkt auf unser Ziel zu 🚌.

 

VientianeDer Buddha Park ist schon sehr speziell. Auf einer kleinen Fläche stehen riesige und teils sehr merkwürdige Betonskulpturen von buddhistischen und hinduistischen Gottheiten. Eine Figur sieht skurriler aus als die andere. In einer Art riesigen Kopf kann man durch den Mund hineinlaufen und durch enge Gänge und Löcher mehrere Etagen nach oben klettern. Durch ein weiteres kleines Loch gelangt man auf das Dach, von wo man den ganzen Park sehr gut überblicken kann 🌳.

Vientiane

VientianeDer Buddha Park ist wirklich ein krasser Gegensatz zu normalen Anlagen mit den klassischen goldenen Buddhas. Uns gefällt es hier. Der Park ist etwas ganz anderes. Wir genießen noch einen frischen Saft im integrierten Café und spazieren an den ganzen lustigen Figuren vorbei. Einige sind wirklich riesig. Ich denke mit unseren Bildern bekommt man einen guten Eindruck vom Park. Sonst kann man sich manche Skurrilität kaum vorstellen 😉.

Dann geht’s es wieder zurück nach Vientiane. Wir stellen uns an die Hauptstraße direkt vor den Park und warten auf den Bus. Diesen sehen wir schon von weiten gemächlich auf uns zukommen. Die Straße ist eher ein Weg aus getrockneter Erde mit riesigen Schlaglöchern und dementsprechend langsam fahren hier alle Fahrzeuge lang. Wir müssen nur unsere Sonnenbrille vor lauter Staub aufsetzen.

VientianeZurück am Busbahnhof stärken wir uns noch mit einer lokalen Nudelsuppe und nehmen einen weiteren Bus für 50 Cent zum Pha That Luang Tempel 🍜. Im Reiseführer wird er als das nationale Heiligtum des Landes bezeichnet. Er ist klassisch im Goldton gehalten. Im Mittelpunkt steht die alte riesige Stupa mit drei Ebenen. Diese ist von einer Mauer umgeben, an der zahlreiche Buddhafiguren stehen. Nördlich und südlich von der Stupa befinden sich zwei riesige Tempel und Klosteranlagen.

VientianeÜbrigens soll hier im Inneren des Tempels in einem Reliquienschrein das Brustbein Buddhas enthalten sein. Auch hier ist heute wohl nicht viel los. Wir und zwei weitere Personen sind die einzigen Touristen auf dem riesigen Platz.

Es ist auch richtig heiß und Abkühlung findet man nur in den Räumen der Tempel. Nur muss man bereits kurz davor die Schuhe ausziehen und noch zahlreiche Stufen hochsteigen. Die Treppen bestehen aus weißen Steinen und sind so heiß, das wir die Stufen hoch rennen müssen.

Die Anlage sieht schon recht schön aus. Aber irgendwie fehlt uns das gewisse Etwas. Vielleicht haben wir aber auch nur bereits auf unserer Weltreise zu viele Tempel gesehen. Positiv muss man aber sagen, dass wir noch nie so wenig Menschen in den Tempeln wie in Vientiane gesehen haben 😊.

Wir nehmen ein Tuk Tuk zurück in die Stadt und stoppen noch am Patuxai Denkmal. Man erkennt sofort, dass hier früher die Franzosen gelebt haben. Er sieht genauso aus wie der Arc de Triomphe. Das laotische Siegestor wurde damals als Denkmal für die gefallenen Soldaten im Unabhängigkeitskrieg erbaut. Sonst wirkt es eher interessant als schön. Wir laufen durch den angrenzenden Park die letzten Kilometer zurück ins Zentrum. Dabei müssen wir noch einer schüchternen Schülergruppe ein Interview auf English geben. Doch nach ein paar Fragen gehen wir eher in eine Selfie Session mit den ganzen Schülern und auch der Lehrerin über. Nach zahlreichen Bildern, wo wir nun verewigt sind, können wir uns losreißen 📷.

Vientiane

Tempel haben wir heute genug gesehen. Daher zieht es uns am Abend an das Flussufer des Mekongs. Wir entspannen uns beim Sonnenuntergang eine Weile mit einem kühlen Lao Bier als Belohnung für die heutige Tempeltour. An der Uferpromenade ist auch ein kleiner Markt aufgebaut. Dieser ist erstaunlicherweise richtig günstig. So kauft sich Franzi noch eine neue Hose für ganze 90 Cent bevor wir den Abend bei einem indischen Essen in der Innenstadt abschließen 🍽️.

Nach diesen ersten zwei Tagen in Laos buchen wir uns einen Bus, welcher uns sogar gleich am kommenden Morgen zu unserem nächsten Reiseziel bringt. Unsere Tour durch das neue Reiseland kann also beginnen 👍.

Alle unsere Bilder zu Vientiane findet ihr in voller Auflösung auf FlickR.

Über Youtube könnt ihr dazu unser passendes Video sehen: Weltreise Vlog #75

Viel Spaß beim Anschauen unserer Erlebnisse von Vientiane und dem Buddhapark😊.

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